Geschichte des Museums für Handel und Industrie von Salamanca
Das Museum für Handel und Industrie entstand dank des Zusammenwirkens der Bemühungen von Bürgern, Kaufleuten und öffentlichen Institutionen der Stadt.
Man kann sagen, dass die Ausstellungen der Offiziellen Handelskammer Mitte der neunziger Jahre die direktesten Vorläufer waren, als die Idee konkretisiert wurde, ein Museum zu schaffen, das die Geschichte des lokalen Handels und der Industrie zum Thema haben sollte.

Aufgrund der im 19. Jahrhundert vorherrschenden hygienischen Ideen genehmigte die Stadtverwaltung von Salamanca 1875 den Bau des ersten Wasserversorgungssystems für die Stadt. Das Projekt umfasste die gesamte Infrastruktur, die zur Wasserförderung aus dem Fluss und zur Verteilung notwendig war. Das Wasser wurde aus dem Tormes bei der Aldehuela entnommen und mit einer Dampfmaschine zu den auf dem Hügel von San Mamés gelegenen Speichern gepumpt. Dieses erste Reservoir war unterirdisch und hatte ein Fassungsvermögen von 1.800 m³. Nach dem Absetzen und der Behandlung des Wassers mit Chlor wurde es über Rohre mit einem Durchmesser von etwa 20 Zentimetern ins Stadtzentrum geleitet. Dieses erste Reservoir ist heute der Standort des Museums für Handel und Industrie von Salamanca.

Das erste Versorgungssystem war in Betrieb, bis beschlossen wurde, ein neues, umfangreicheres Netz zu bauen, das den Bedürfnissen einer wachsenden Bevölkerung gerecht werden konnte. Das neue Reservoir war ein bedeutendes, solides Ingenieurbauwerk und wurde auf demselben Gelände wie das vorherige errichtet. Das Stahlbeton-Reservoir und das dazugehörige Abwassernetz wurden vom Architekten Santigo Madrigal (1878-1932) entworfen. Die Struktur war 27,50 m hoch. Sie hatte ein Fassungsvermögen von 4.020 m³, und das Wasser wurde auf zwei durch ein Schleusensystem verbundene Kammern verteilt. Der Hochbehälter von El Rollo war den Großteil des 20. Jahrhunderts in Betrieb. Im Jahr 2002, bereits außer Betrieb, wurde er auf kommunalen Beschluss abgerissen.

Gefördert vom Hochlöblichen Stadtrat von Salamanca und der Offiziellen Handelskammer öffnete das Museumszentrum Anfang 2006 seine Pforten mit dem Auftrag, relevante Aspekte der Industrie und des Handels von Salamanca zu erforschen, zu bewahren und zu verbreiten. Das Handelsmuseum ist Teil der Sociedad de Turismo, Comercio y Promoción Económica de Salamanca, S.A.U., von der es rechtlich und administrativ abhängt und hat Kooperationsvereinbarungen mit Einrichtungen aus Salamanca zur besseren Erreichung seiner Ziele unterzeichnet.
